Paleo – positive Auswirkung auf die Zahngesundheit

Dass die Paleo-Diät positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, muss an dieser Stelle nicht mehr erwähnt werden. Doch neben einem verbesserten Hautbild und spürbarer Vitalität gibt es noch eine andere gesundheitliche Komponente, die durch das Paleo-Prinzip aufgegriffen wird: Die Zahngesundheit. Und dies geschieht nicht nur eindimensional, sondern auf vielerlei Ebenen.

Kohlenhydrate fördern Karies

Karies Dentinum (Morschheit oder auch Fäulnis der Zähne) bezeichnet eine Erkrankung der Zahnhartgewebe Dentin und Zahnschmelz. Während bis in die 1960er Jahre die Lactobazillen als Ursache angesehen wurden, sind heute mehrere pathogene (krankmachende) Faktoren zur Entstehung einer mehrstufigen Zerstörung des Zahngewebes bekannt. Neben einer familiären Veranlagung sind es eine gestörte – krankmachende Mikroorganismen begünstigende – orale Mundflora sowie zuckerreiche Ernährung, welche Kariesbildung hervorrufen.

Doch nicht nur häufiger Zuckerkonsum (in Form von Trauben- oder Haushaltszucker) sind schädlich für die Zahngesundheit. Auch kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Getreideprodukte tragen durch die Bildung von organischen Säuren zur Demineralisation der Zahnsubstanzen bei. Denn durch bestimmte Speichelenzyme werden sie bereits im Mundraum in kleinere (Zucker-)Bestandteile zersetzt.

Unterstützung des Knochenaufbaus

Da Zähne ebenfalls wie Knochen aufgebaut sind, ist eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Magnesium für ihre Gesundheit und Widerstandsfähigkeit enorm wichtig. Diese Mineralstoffe werden aus Unwissenheit nicht selten lediglich mit Milch und Milchprodukten assoziiert. Doch auch zahlreiche Gemüsearten (z.B. Artischocken, Brokkoli und Rucola) enthalten ausreichende Anteile davon. Durch Vermeidung von Koffein und Alkohol unterstützt die Paleo-Ernährung die Härtung des Zahnschmelzes zusätzlich. Deren Konsum würde die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eisen verlangsamen oder ganz verhindern.

Fettlösliche Vitamine

Die essenziellen Vitamine A, D, E und K können vom Körper nicht selbst gebildet werden und sind daher über die Nahrung aufzunehmen. Sie spielen im Allgemeinen wichtige Rollen bei Blutbildung und Regulierung der Blutgerinnung, für den Aufbau von Zellen, den Knochenaufbau, die Funktion von Nervenzellen, für den Stoffwechsel sowie als Antioxidans zur Neutralisation von Giftstoffen. Neben Milch und Milchprodukten beinhalten auch zahlreiche paleokonforme Lebensmittel, wie Rinderleber, Meeresfische, grünes Blattgemüse, Zwiebeln, Eier und pflanzliche Öle bestimmte fettlösliche Vitamine.

Stärkung des Kauapparates und Anregung der Speichelsekretion

Zur Gesunderhaltung der natürlichen Mundflora und des Zahnschmelzes gehört ausreichender Speichelfluss. Mundtrockenheit begünstigt nicht nur Schlaf-und Schluckbeschwerden, auch die Entstehung von Karies wird gefördert. Intensives Kauen von Rohkost, Nüssen und Samen regt die Speichelproduktion an, stärkt die Kaumuskulatur und fördert mit der Kaukraft das Einlagern von Kalzium und dadurch das Härten der Zähne. Ähnlich der Festigung von Knochensubstanz bei stetig höherer Beanspruchung.

Wichtiger Ansatz

Gesunde Zähne bedürfen mehrerer Faktoren. So kann es keine endgültige und einzige Lösung gegen Karieserkrankungen geben. Neben regelmäßiger Mundhygiene und Vorsorge beim Zahnarzt kann die Ernährungsweise von Paleo die Zahn- und Gesamtgesundheit jedoch unterstützen und liefert wichtige Ansätze für mehr Lebensqualität und Wohlbefinden.

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